Die drei wahrscheinlichsten Gründe, als regionaler Blogger unerkannt bleiben zu wollen

Endlich mal Zukunftsmusik statt Literaturgeschichte! Die Schüler/innen der 3AK der Praxis-HAK Völkermarkt arbeiten seit Wochen wie wild daran, das Gestalten von Blogbeiträgen zu erlernen. Warum? Sie haben von der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten den Auftrag erhalten, den potenziellen Sommergästen die besten Plätze der Region im Netz vorzustellen – in möglichst attraktiven Beiträgen. Zur Seite steht die erfolgreiche Bloggerin Lydia Kulterer („We Go Wild“), die die Jungautor/innen in einem Workshop fit für die Aufgabe machte.

Also alle bereit für die weite Welt des WWW? Nicht ganz: Ein Testlauf steht noch an, im vertrauten Umfeld. Die Goethes der Google-Generation feilen mit Hochdruck an Blogbeiträgen zu ihrer eigenen Schule – vom nervigen Weg in die Schule über die Fächer, die den Alltag eindeutig aufregender gestalten würden, bis hin zu den drei kolossalsten kulinarischen Köstlichkeiten, die Magic Martina ihnen auf den Tisch gezaubert hat.

Aber nun die Sensation: Angeblich ist es gar nicht die 3AK, die hier ihr Talent in die Waagschale wirft, um einen Platz am Bloggerhimmel zu erlangen. Denn erscheinen sollen demnächst Beiträge ohne Autorangabe, völlig anonym. Ob ein Dichter jemals reich wurde, wenn er seine Kontonummer nicht bekannt gibt?

Daher präsentieren wir: die drei wahrscheinlichsten Gründe, als regionaler Blogger unerkannt bleiben zu wollen!

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Furcht vor dem Fame

Grund 1: Notwendiger Selbstschutz vor den Fanmassen

Zwar herrscht Wahlkampf in Kärnten, aber worauf tatsächlich alle warten, sind die Blogbeiträge der 3AK. Das zeigen alle Stammtischdiskussionen im Bezirk, von der Theke des Tennisvereins Tainach bis zur Backstube der Bleiburger Bürgersfrauen.

Da muss man sich als junge Bloggerin doch schützen – außerdem weichen einem künftig vielleicht alle aus, könnten sie ansonsten zur Titelfigur des nächsten Klickgaranten werden. Man wird ja nicht sein lebendes Material verscheuchen und seine Karriere gefährden.

Nur: Ob gerade das die eigene Berühmtheit steigert, wenn man aus seinem eigenen Alltag berichtet, aber selbst ein Niemand bleibt?

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Das eigene Können verbergen

Grund 2: Kein Glaube an das eigene Können

Mehrere Schreibversuche, Coaching durch den Profi, Feedback von Redaktionskollegen, Überarbeitungen – und trotzdem kein Produkt, das man herzeigen möchte?

Ist es vielleicht gar nicht die drohende Berühmtheit, der Erfolg, den man dann selbst doch nicht haben möchte?

Ist es doch eher die Unsicherheit, ob man stolz auf das sein kann, was man leistet? Das führt schnurstracks zu …

Grund 3: Geht da noch mehr?

Wer sich wochenlang mit einem Thema auseinandersetzt, es weiterspinnt, neue Impulse erhält und dennoch schaut am Ende nichts heraus – der hat ein Problem.

Oder anders: Wer zu seiner eigenen Leistung nicht stehen möchte, hat noch nicht alles gegeben. Also: Austauschen, diskutieren, überarbeiten, feilen, ausgestalten – und endlich einmal selbst etwas Herzeigbares schaffen. Auf geht’s!

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Auf die Socken machen

Von Martin Erian | Bilder: pixabay.com bzw. pexels.com

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